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Eine Möglichkeit Carnivoren zu halten ist die Zimmerkultur. Da die meisten Carnivoren sehr lichtbedürftig sind, eignet sich ein in südlicher Richtung gelegenes Fenster besonders gut. Nun kann man aber die Pflanzen nicht einfach so auf die Fensterbank stellen. Fast alle Carnivoren benötigen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Dies erreicht man, in dem man die Pflanzen in ein Glasbehältnis stellt. Wichtig dabei ist, dass die Seitenwände deutlich höher als die Pflanzen sind. Will man mehrere Pflanzen kultivieren, bietet sich hierfür ein Aquariumbecken ohne Deckel an. Damit die Seitenwände ausreichend hoch sind, sollte das Becken mindestens 60 cm lang sein. Will man möglichst viele Pflanzen sammeln, stellt man einfach so viele Pflanzen mit Topf in das Becken, wie hinein passen. Füllt man dann das Becken etwa 2-3 cm hoch mit Regenwasser, bildet sich von selbst eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50%. Das ist für temperiert zu haltende Arten völlig ausreichend. Möchte man tropische Arten kultivieren, muss das Becken zu zwei Drittel mit einer Glasscheibe abgedeckt werden. Beispiel: Für ein 60 cm langes Becken benötigt man eine 40 cm lange Glasscheibe mit gleicher Breite. Diese legt man mittig auf das Becken, so dass auf beiden Seiten jeweils eine Öffnung von 10 cm für die Belüftung verbleibt. Hierdurch bildet sich eine Luftfeuchtigkeit von gut 70%, was dann auch für tropische Arten ausreichend ist. Ich empfehle aber für die Zimmerkultur nur temperierte Arten zu nehmen. Tropische Arten benötigen in den Wintermonaten eine gute Zusatzbeleuchtung und insbesondere Nepenthes werden auch für ein noch so großes Becken schnell zu hoch. Wenn man dauerhaft Nepenthes kultivieren möchte, benötigt man schon ein großes und qualitativ hochwertiges Gewächshaus. Winterharte Arten sind für die Zimmerkultur völlig ungeeignet, da sie unbedingt eine Winterruhe benötigen. Dabei müssen die Pflanzen auf jeden Fall unter 10°C gehalten werden, was im Wohnraum natürlich undenkbar ist. Soll das Pflanzbecken ein Blickfang sein und schön aussehen, stellt man die die Pflanzen nicht einfach nur so hinein, sondern gestaltet es wie eine kleine Landschaft. In ein 60 cm langes Becken passen dann etwa 8 Pflanzen, in ein 80 cm langes Becken etwa 12 Pflanzen und in ein 100 cm langes Becken gut 20 Pflanzen. Ab einer Beckenlänge von 80 cm kann man mit Hilfe einer Baumwurzel eine erhöhte Ebene schaffen, was dann optisch besonders gut aussieht. Wie man ein Becken optimal bepflanzt, zeige ich in diesem kleinen Film. Für besonder Eilige gibt es auch eine Kurzanleitung. Außerdem hier noch Foto-Beispiele für ein Pflanzbecken, eine schöne Ecklösung und eine Zimmervitrine.
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